Tigertexte mit Gerlinde Kempendorff (voc) und Uli Kempendorff (sax/kl)

Tigertexte

Theobald Tiger, Peter Panter, Ignaz Wrobel, Kaspar Hauser, kurz Kurt Tucholsky, ein Berliner Kind aus Moabit – ist einer der wenigen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts politische Klarsicht mit feinem, bissigem und entlarvendem Humor verbanden über deren Allgemeinheit man heute erschrecken – oder lachen kann Seine journalistischen und literarischen Arbeiten sind zeitlos im Kampf gegen Kleingeist, Beamtenmuff und Kriegstreiberei.

Bekannte und unbekannte Texte und Lieder haben Gerlinde Kempendoff (voc) und Uli Kempendorff (sax/kl) zu einer szenischen Lesung zusammengestellt, die so einen eindrucksvollen Einblick in Tucholskys Schaffen gibt. Der musikalische Dialog zwischen Stimme und Saxophon/Klarinette macht das Ganze zu einem spannungsreichen Kunstgenuss und die Darbietung durch Mutter und Sohn gibt darüber hinaus dem Programm einen generationsübergreifenden Charakter.

Musik: Hanns Eisler, Henry Krytschl, Friedrich Hollaender
Arrangements: Uli Kempendorff
Texte: Kurt Tucholsky
Abendprogramm ca 2 x 45 min oder 1 x 75 min oder Ausschnitte


PHILADELPHIA-FORUM
Quartal-Journal des Deutsch-Griechischen Vereins PHILADELPHIA schreibt:


Ganz und gar Berlinerisches!
Tucholsky-Gastspiel bei Philadelphia
Artikel lesen


Die Märkische Allgemeine schreibt:

„ ‚Tigertexte‘ sind noch heute gültig
Beeindruckender Abend mit Tucholsky-Werken

GROSS LÜBEN – ‚Tigertexte‘ lautete das Motto eines Vortragsabends mit Texten von Theobald Tiger, Peter Panter, Ignatz Wrobel und Kaspar Hauser in Groß Lüben (Bad Wilsnack). Unter diesen Pseudonymen hat Kurt Tucholsky seine Schriften veröffentlicht, je nach dem, ob er Politik, Staat, Wirtschaft, Liebe oder seine Mitmenschen unter die Lupe nahm.

In einer bunten Mischung präsentierte die Kabarettistin Gerlinde Kempendorff in einer szenischen Lesung zusammen mit ihrem Sohn Uli Werke aus dem Schaffen des Journalisten und Schriftstellers Kurt Tucholsky. Zu Gast waren sie kürzlich zum Abschluss des Winterkulturprogramms des Fördervereins Kirche Groß Lüben im Gasthof Erbkrug, wie Bernhard Behrens vom Förderverein Kirche Groß Lüben berichtet.

Unvergleichlich die Ausdruckskraft von Gerlinde Kempendorff. Kein Wunder, hat doch die gelernte Diplom-Musikpädagogin, Sängerin und Kabarettistin vor zwei Jahren sogar im Fach promoviert und wirkt seitdem als Lehrbeauftragte für Sprechkultur und Auftrittskompetenz an der Universität der Künste Berlin sowie an der Universität Potsdam.

So schlüpfte sie bei der Lesung unter anderem gekonnt in die Rolle eines Militärmantels, der über seinen bedauerlichen Träger berichtet, in die einer Mutter, die ihren Sohn für den Grabenkrieg gab, sowie in die des Berliners, der bei den Parteien wegen seiner Wahlentscheidung hereinschaut. Überhaupt wurde deutlich, wie aktuell die Texte sind, so dass sie sich auch auf unsere Gegenwart übertragen lassen.

Begleitet wurde der Vortrag von Musiker Uli Kempendorff (Saxophon und Klarinette). Mal mit modernen Jazz-Improvisationen zwischen den Texten, bei denen die Zuhörer ins Staunen gerieten, welche Töne und Geräusche sich gekonnt aus den Instrumenten locken lassen; mal als Begleitung zum Rezitativ oder auch phrasiert, melodiös, stellenweise an Brecht/Weill erinnernd. Dabei stellte Gerlinde Kempendorff ihr Talent auch als Sängerin gelungen unter Beweis.

Die Zuhörer quittierten dann auch das gelungene Programm mit lang anhaltendem Applaus.”
(MAZ)

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